VAST Tagung in Wannsee
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FAQ

  • Was ist Ergotherapie?
    Das ist wirklich eine schwierige Frage: Die Ergotherapie gehört zu den medizinischen Fachberufen im Gesundheitswesen. Ziele ergotherapeutischer Behandlung sind die Förderung und Erweiterung der Handlungsfähigkeit und die möglichst selbständige Teilhabe an allen Lebensbereichen für Menschen jeden Alters. Dabei kooperiert die Ergotherapie mit den anderen im medizinischen und rehabilitativen Bereich tätigen Berufsgruppen. Als therapeutische Mittel dienen der Ergotherapie alltagsbezogene Handlungen, Beratung und Adaption. Ergotherapeut:innen erstellen selbständig auf der Basis eines Befundes die Planung einer Behandlung, führen diese eigenständig durch und dokumentieren und bewerten die Ergebnisse.

    Hier hat der Berufsverband DVE das ganze schön in Szene gesetzt:

     

  • Was ist das besondere an der Ergotherapieausbildung in Deutschland?

In Deutschland ist die Ergotherapie noch größtenteils auf Berufsschulebene verankert. In fast allen anderen Ländern ist ein Bachelor notwendig um den Beruf auszuüben. Da Ergotherapie ein staatlich anerkannter Beruf ist, benötigen Kolleg:innen aus dem Ausland eine Anerkennung ihres Berufsabschlusses um hier arbeiten zu dürfen. Oft müssen diese einen Anerkennungslehrgang oder eine Prüfung machen. 

  • Wo findet die Ergotherapieausbildung statt?

Zur Zeit gibt es in Deutschland mehr als 180 Schulen, die die Ergotherapieausbildung anbieten, davon sind ca. 120 Schulen Mitglied im VDES.

Seit 10 Jahren besteht die Möglichkeit als Erweiterung der schulischen Ausbildung im Rahmen eines Studiums einen Bachelor-Abschluss in Ergotherapie zu machen, seit 2009 erlaubt eine Modellklausel im Ergotherapeutengesetz die Einführung primärqualifizierender Studiengänge. Diese Modellklausel wurde Ende 2023 verstetigt, so dass es in einzelnen Bundesländern auch Hochschulen gibt, an denen man Ergotherapie grundständig studieren kann. Ein grundständiger Studiengang führt zur staatlichen Anerkennung und gleichzeitig zu einem Bachelorabschluss.
Eine Liste unserer Mitgliedsschulen, die sich besonders für Qualität der Ausbildung einsetzen, finden Sie oben rechts auf dieser Seite. 

  • Seit wann gibt es Ergotherapie in Deutschland? 

Die Ergotherapieausbildung in Deutschland gibt es in geregelter Form seit 1953, zunächst unter der Bezeichnung Beschäftigungstherapie. Sie wird an staatlich anerkannten bzw. genehmigten Schulen in Vollzeit durchgeführt. Sie dauert 3 Jahre und schließt mit dem staatlichen Examen ab.

  • Wie unterscheidet sich ET Ausbildung in den Bundesländern?

Je nach Bundesland ist die Ergotherapieausbildung dem Gesundheits- oder dem Kultus- bzw. Sozialsystem zugeordnet. Deshalb haben die Schulen je nach Bundesland einen unterschiedlichen Status. Manche Länder übernehmen alle oder einen Teil der Kosten der Ausbildung. Unabhängig davon gibt es außerdem Schulen die eine Ausbildungsvergütung zahlen. Dafür müssen die Schüler:innen bei einem Krankenhaus angestellt sein. Diese fehlende Vergleichbarkeit der Ausbildung gibt es schon seit Jahren. Der VDES setzt sich dafür ein, dass alle Schulen die gleichen Voraussetzungen haben.  

  • Wie funktioniert die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen?

Das ist wieder in jedem Bundesland unterschiedlich. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an das örtliche Gesundheitsamt oder eine Schule in Ihrer Nähe. 

  • Wie funktioniert die Anerkennung von deutschen Abschlüssen im Ausland?

Das ist sehr unterschiedlich. Da in fast allen anderen Ländern Ergotherapie akademisch ausgebildet wird, ist neben der WFOT(Welt Ergotherapie Verband) Anerkennung der Ausbildungsstätte oft ein Bachelor- oder Masterabschluss notwendig. Fast alle Schulen, die im VDES organisiert sind, arbeiten mit Studiengängen zusammen, die einen Teil der Berufsfachschulausbildung anerkennen. Das bedeutet, dass Sie parallel oder im direkten Anschluss zusätzlich einen Bachelor erwerben, in dem die "normale" Ausbildung anerkannt wird. Zusammen mit der WFOT Anerkennung der Schule ist es sicher einfacher, im Ausland als Ergotherapeut:in Anerkennung zu finden. 

  • Wofür steht der VDES?

Der VDES unterstützt seine Mitgliedschulen in ihren Bestrebungen für eine hochwertige Ausbildung zum/zur Ergotherapeuten/in sowie im Einsatz und in der Weiterentwicklung innovativer Lehrmethoden. Er setzt sich mit der Qualität der Ausbildungsstätten auseinander und ist aktiver Ansprechpartner für Politik und Gesundheitswesen in allen Fragen zum Beruf und zur Ausbildung.

  • Ist der VDES für hochschulische Ausbildung der Therapieberufe?

Der VDES sieht die Komplexität des Berufs in einer auf dem DQR 4 Niveau der Fachschulen nicht ausreichend abgebildet. International ist Ergotherapie auf DQR 6 Niveau angesiedelt. Nur Deutschland bildet hier mit 5 anderen Staaten aus Afrika, Asien und Südamerika das Schlusslicht. Da derzeit in Deutschland DQR6 nur in Hochschulen angesiedelt wird, hat der VDES sich dafür entschieden, sich für eine entsprechende Änderung des völlig überalteten Berufsgesetz einzusetzen. 

  • Wie oft trifft sich der VDES als Verband?

Der VDES hat in der Regel einmal im Frühjahr eine Mitgliederversammlung in einer Mitgliedsschule. Anfang November findet eine weitere Veranstaltung statt, seit Jahren bereits in der Wannseeschule in Berlin. Das Besondere im November ist eine interdisziplinäre Veranstaltung des VAST am Folgetag. 

  • Wie arbeitet der Vorstand?

Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Je nach Arbeitsaufkommen finden Vorstandstreffen, Gruppentelefonate und/oder Videokonferenzen statt. Die Vorstandsmitglieder und der Geschäftsführer vertreten den VDES in Anhörungen, erstellen fachliche Stellungnahmen ersuchen um rechtliche Einschätzung in wichtigen Fragen der Ausbildungsgestaltung, gestalten Arbeitsgruppen zu Themen rund um die Ausbildung mit und beraten ihre Mitglieder in aktuellen Fragen. Das wichtigste Ziel des VDES ist die Qualität der Ausbildung und alle rechtlichen und inhaltlichen Voraussetzungen, die diese stärken. Sie erreichen den VDES unter: